SAEK-Projekt soll geschlossen werden

Der Verein für Medienbildung Sachsen e.V. unterstützt seit 2008 die Arbeit des SAEK-Projekts Zwickau. Mittels einer jährlichen finanziellen Förderung durch die Stadt Zwickau ist er in der Lage, der SLM (als Hauptgesellschafter der SAEK Förderwerk gGmbH) die zentral gelegenen Räumlichkeiten im Alten Steinweg 18 seit über 10 Jahren kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Damit hat der Verein seit 2008 knapp 100.000,00 € für das SAEK-Projekt in Zwickau bereitgestellt.

Die SAEK sind seit über 20 Jahren zentraler Akteur der Medienbildung in Sachsen. Als Initiative der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) sind die SAEK mit acht Standorten und einem mobilen Angebot flächendeckend in allen Regionen des Freistaates verankert.

Die Betreiber der SAEK wurden im September 2020 darüber informiert, dass alle neun SAEK nicht über den 30. Juni 2021 hinaus verlängert werden sollen. Damit ist auch die Zukunft des SAEK Zwickau und die flächendeckende Struktur für Medienbildung in Sachsen insgesamt offen. Durch ihr breites Angebotsportfolio und ihrer Zielgruppenpluralität erfüllen die SAEK eine „Grundversorgung“ bei der Vermittlung von Medienkompetenz in Sachsen. Mit einem abrupten Ende Mitte 2021 würden diese Strukturen unwiederbringlich zerstört – die hochqualifizierten Medienpädagogen*innen abwandern. Zudem hätte eine Schließung des SAEK Zwickau unmittelbare negative Auswirkungen auf alle anderen medienpädagogischen Aktivitäten des Vereins.

Der Vorstand des Vereins hat sich auf einer außerplanmäßigen Sitzung zu diesen Entwicklungen beraten und im Ergebnis einen offenen Brief an den Medienrat der SLM formuliert.

Update vom 21.11.2020:

Mit Hilfe eines offenen Briefs hat sich der Medienpädagogik e. V. unter Vorsitz von Prof. Bernd Schorb nun an die Sächsische Landesmedienanstalt gewandt und versucht die Schließung der SAEK-Standorte doch noch abzuwenden. Er appelliert für die Erhaltung und Weiterentwicklung der wichtigen Strukturen, die bald unwiederbringlich zerstört werden könnten. Viele Verbände, Netzwerke, Einrichtungen und namhafte Einzelpersonen sind Erstunterzeichner dieser Aktion.